Das Problem

Pro Jahr werden in der Schweiz zwischen 2000 bis 3000 noch nicht fluchtbereite Kitze beim Mähen von Wiesen getötet. Eine daraus entstehende Futtermittelvergiftung mit den entsprechenden finanziellen Folgen, kann die Existenz von Landwirtschaftlichen Betrieben gefährden.

>> Merkblatt Schweizer Tierschutz     >> Wildtiere und die Landwirtschaft

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Der Multikopter sucht systematisch

In 20 bis 30 Minuten lässt sich ein  Feld von 2 bis 3 ha  absuchen. Der über einen Autopiloten gesteuerte Kopter fliegt die zu mähenden Wiesen ab und macht dabei einen Thermalfilm. Die Flughöhe beträgt normalerweise 50 m. Die Bilder werden auf einen Bildschirm am Boden übertragen, wo die Kitze aufgrund ihrer Körpertemperatur als helle Flecken in der dunklen Wiese erscheinen. Gleichzeitig wird diese Position gespeichert. Wenn das ganze Feld abgesucht ist, wird der Multikopter zur  Position des entdeckten Kitzes geschickt und weist dem mit Handschuhen ausgerüsteten Flughelfer den Weg.

Die Rehkitze werden an den Feldrand getragen, mit einer Holzharasse gesichert und diese durch einem Zaunpfahl markiert. Nach dem Mähen wird die Harasse entfernt, Rehkitz und Mutter finden durch Rufe wieder zueinander.

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Wirtschaftlicher Nutzen

Tote Tiere in der Silage oder im Heu können zur tödlichen Gefahr für Nutztiere werden. Wird die Silage von den Kühen gefressen, erkranken sie an Botulismus. Sie zeigen Lähmungserscheinungen, Speichelfluss und ersticken schliesslich qualvoll an einer Atemlähmung. Der Aufwand, Wildtiere vor  dem unbeabsichtigten Tod zu bewahren, zahlt sich aus.

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