Wisst ihr, dass Bambi...
..aus der Feder des österreichischen Schriftstellers und Jägers Felix Salten stammt? Das Buch ist 1923 erschienen.
..1942 von Walt Disney verfilmt wurde und nicht wie im Buch ein Reh sondern einen Weisswedelhirsch darstellt?
..mit dem Wildkaninchen Klopfer, dem Stinktier Blume und einer alten weisen Eule befreundet war?
Was hat das Reh für einen Nutzen in der Natur?
Das Reh ist ein wichtiges Beutetier für Luchs, Fuchs und Wolf. Durch das Aufschlagen des Waldbodens mit ihren Hufen bereiten sie den notwendigen Wuchsplatz für Pflanzensamen. Haare aus ihrem Fell dienen dem Nestbau vieler Vögel. Die Geweihstangen haben einen hohen Nährwert für Nagetiere.
Wie gross ist der Rehbestand in der Schweiz?
In der Schweiz leben zwischen 130'000 bis 140'000 Rehe. Ihr Lebensraum ist vorwiegend in Laubwäldern. Pro Jahr werden auf der Jagd ca. 40'000 Rehe erlegt und ca. 20'000 Rehe werden durch den Strassenverkehr getötet. 
Ist das Reh die Frau vom Hirsch?
Hirsche und Rehe gehören biologisch gesehen zur Familie der Hirsche. Mehr haben sie aber nicht gemeinsam. Ein ausgewachsener Hirsch kann bis zu zehn Mal so schwer und doppelt so groß sein wie ein Reh. Er besitzt außerdem ein viel größeres Geweih als der Rehbock. Die Hirschkuh ist die Frau des Hirsches, das Reh ist die Frau des Rehbocks.
Wie markieren Rehe ihr Revier?
Zur Reviermarkierung dienen ihnen Drüsen oberhalb der Hufe und bei den Rehböcken zusätzlich solche auf der Stirn. Die Rehböcke markieren durch Reiben des Gehörns und der Stirnlocke an kleinen Bäumchen ihr Revier und vertreiben andere aus dem von ihnen beanspruchten und verteidigten Territorium.
Das Reh als Krafttier, was ist seine Bedeutung?
Wenn das Reh als Geistwesen zu uns kommt, können wir diese wertvollen und spirituellen Erkenntnisse von ihm lernen:
  • Rehe bewegen sich voller Anmut, Grazie und Eleganz, die ausgesprochenen Fluchttiere bringen sich bei Gefahr geschickt durch Wald und Flur in Sicherheit. Das Krafttier Reh fordert uns dazu auf, mit Würde durch das Leben zu gehen und Hindernisse elegant zu umgehen.
  • Rehe haben einen ausgesprochen guten Gehör- und Geruchssinn. Bei ungewohnten oder fremdartigen Geräuschen stellen sie ihre Ohren spitz auf und sind jederzeit zur schnellen Flucht bereit. Das Krafttier Reh zeigt uns an, wann wir besonders auf Änderungen in unserer Umgebung achten sollten und wie diese einzuordnen sind.
  • Als scheues, zurückgezogenes Waldtier ist das Reh ganz besonders auf seine Instinkte angewiesen, die überlebensnotwendig sind. Das Krafttier Reh lehrt uns, tief in uns hineinzuhorchen und unserer eigenen Intuition und dem Unterbewusstsein wieder mehr zu vertrauen.
Sind Rehe Wiederkäuer?
Rehe sind Wiederkäuer, allerdings haben sie gemessen an ihrer Körpergröße einen verhältnismäßig kleinen Pansen mit geringem Füllungsgrad. Rehe werden als „Selektierer“ bezeichnet, da sie ausschließlich leicht verdauliche Nahrung bevorzugen. Während 10 bis 12 Fressperioden pro Tag fressen die Tiere 2 bis 4 kg Grünmasse.
Wie schnell kann ein Reh rennen?
Dieses schlanke Tier kann mit seinen dünnen langen Beinen schneller als 80 km/h laufen und 4 m weit springen.
Warum haben Rehkitze weisse Punkte auf dem Rücken?
Neu geborene Rehkitze können noch nicht mit ihrer Mutter herumlaufen. Sie liegen oft stundenlang alleine im Gras. Sie können vor Feinden nicht fliehen. Deshalb ist eine gute Tarnung besonders wichtig. Die weißen Flecken auf dem braunen Fell helfen den Rehen, sich vor Feinden zu verstecken. Mit dem ersten Winterfell verschwinden die weißen Flecken. Nur einer bleibt: der Spiegel. Er sitzt am Hinterteil und ist im Dunkeln gut zu erkennen. Das ist ­wichtig, wenn es gefährlich wird. Muss eine Gruppe von Rehen fliehen, zeigt der Spiegel wo es lang geht.
Wieso soll man Jungwild nicht anfassen?
Zum Schutz vor natürlichen Fressfeinden werden Rehkitz, Junghase und Co. in den ersten Lebenswochen von ihren Müttern im hohen Gras oder am Waldrand abgelegt und nur zum Säugen aufgesucht. Die Jungen haben noch keinen Eigengeruch, dies ist ein angeborener Schutz vor Fressfeinden. Dieser Schutz entfällt, wenn Menschen sie mit bloßen Händen anfassen. Dank ihrer Färbung sind sie gut getarnt, droht Gefahr flüchten sie nicht, sondern ducken sich instinktiv. Nur ein verletztes oder verwaistes Tier ist hilfsbedürftig. Im Zweifelsfall sollten Tierfreunde einen ortsansässigen Jäger kontaktieren, der den Zustand des Jungtieres genau einschätzen kann.